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Bikepacking · Salzburg & Kärnten · 4 Etappen

Bett

Kaiserschmarrn und Kopfsteinpflaster: Salzburg – Tauernpass – Großglockner

Vier Tage, vier Freunde: von Salzburg über den Tauernpass nach Kärnten und über die Großglockner Hochalpenstraße zurück – mit einer Nacht auf der Edelweißspitze.

Unterwegs im

Gepflasterte Kehre zur Edelweißspitze, dahinter dichte Wolken

Ein Loop ab Salzburg, der mit dem Zug beginnt und mit dem Zug endet. Dazwischen liegen vier Tage, zwei Bundesländer und eine Nacht auf über 2500 Metern. Und diesmal bin ich nicht allein unterwegs: Wir sind zu viert, und ich habe die Tour für uns alle geplant. Die Route führt von Salzburg über den Tauernpass nach Kärnten und über die Großglockner Hochalpenstraße wieder zurück.

Tag 1: Salzburg – Radstadt bei über 30 Grad

Wir fahren mit der Westbahn nach Salzburg, und das stellt sich als richtig gute Option heraus. Bevor wir mit unseren gepackten Rädern losfahren, gibt es erst mal einen richtig leckeren Kaffee. Das ist definitiv ein Tipp, denn in Salzburg bekommst du sehr guten Kaffee.

Vier bepackte Räder im Fahrradabteil der Westbahn Cappuccino mit Latte Art und ein Stück Quiche in Salzburg

In den ersten Stunden auf dem Rad gibt es viel nachzuholen: Wer hat was erlebt, was steht als Nächstes an? Wir quatschen, die Kilometer laufen fast nebenher, und hinter jeder Kurve tauchen neue Berge auf. Nur die Hitze ist kein Spaß: Die 30 Grad knacken wir heute auf jeden Fall. Abends kommen wir in Radstadt an, einem Ort, der das Rad schon im Namen trägt. Für eine Radtour passt das ja schon mal. Wir schlafen im Haus Susanne und gehen zum Abendessen auf eine Pizza in den Ort.

Breites Kalkmassiv über grünen Hecken

Tag 2: Radstadt – Obervellach, mit Kaiserschmarrn gegen den Regen

Nach einem richtig schönen Frühstück mit frisch geschnittenem Obstsalat holen wir die Räder zwischen den Geranien vom Balkon, machen die frisch gewaschenen, noch nassen Socken an der Satteltasche fest, und Radstadt verabschiedet uns mit seinem Ortsschild-Rad voller Sportpiktogramme.

Gravelbike auf dem Balkon zwischen Geranien, dahinter die Berge

Ortsschild-Rad mit Sportpiktogrammen in Radstadt

Socken trocknen auf der Satteltasche

Gleich zu Beginn geht es hinauf Richtung Tauernpass. Graue Felsgipfel über dunklem Fichtenwald, und wir mittendrin.

Bepacktes Gravelbike an der Leitplanke, dahinter ein spitzer Gipfel

Zwei graue Felsgipfel über dunklem Fichtenwald

Im Lungau rollen wir an Burg Moosham vorbei, die über den Wiesen thront. Dann kommt das erste Highlight der Tour: die Bundschuher Landstraße, eine wunderschöne kleine Straße hinauf nach Schönfeld und Innerkrems. Sie windet sich durch Lärchen und Almwiesen bis auf den Schönfeldsattel auf 1775 Metern.

Burg Moosham über einer grünen Wiese im Lungau

Schmale Straße durch Lärchen und Almwiesen Richtung Schönfeld

Über den Bergen hängt der Regen, also legen wir in Gmünd ein spätes Mittagessen ein: typisch österreichisches Comfort Food, erst Frittatensuppe, dann Kaiserschmarrn. Der Regen bleibt am Ende in den Bergen, und wir bleiben trocken. Danach rollen wir weiter Richtung Obervellach und kommen dabei durch Radl. Nach Radstadt schon der zweite Ort, der wie für uns gemacht klingt, denn „Radl“ sagt man in Österreich und Bayern zum Fahrrad. In Obervellach übernachten wir im Landhotel Pacher.

Eine Schüssel Frittatensuppe in Gmünd

Bepacktes Rad an einem Brückengeländer über einem Gebirgsbach

Tag 3: Obervellach – Edelweißhütte, über die Großglockner Hochalpenstraße

Heute wartet das zweite und größte Highlight: die Großglockner Hochalpenstraße, von der Südseite. Wunderschön, aber eine echte Herausforderung. Auf nur 77 Kilometern kommen an diesem Tag über 2300 Höhenmeter zusammen.

Bepackte Räder in einem Hausflur

Wolkenverhangene Gipfel über bewaldeten Hängen

Schmale Straße mit Blick ins grüne Tal und auf die Hohen Tauern

Als wir hochfahren, nieselt es leicht. Die Wolken hängen tief, aber zwischendurch reißen sie auf, und der Großglockner zeigt uns sein schönes Gesicht: Schnee, Gletscher, und mit 3798 Metern der höchste Berg Österreichs.

Blick ins Tal auf Heiligenblut, darüber vergletscherte Gipfel

Der Großglockner mit Schnee und Gletscher, halb in Wolken

Kehre um Kehre schraubt sich die Straße durch die Almwiesen nach oben.

Die Hochalpenstraße zieht sich durch ein grünes Hochtal nach oben

Kehre der Hochalpenstraße, dahinter ein gezackter Bergkamm

Die Straße windet sich durch Almwiesen unter einem grauen Bergrücken

Am Hochtor schaut die Sonne noch einmal kurz vorbei. Wenig später nehmen wir die letzten Kilometer in Angriff und fahren die Stichstraße zur Edelweißspitze hoch, und ab da ist alles Nebel. Die Straße ist rund 1,4 Kilometer lang, durchgehend mit Kopfsteinpflaster und 10 bis 14 Prozent steil. Wir sehen kaum die nächste Kehre.

Wegweiser am Hochtor unter Wolken

Schild „Edelweissgrat“ an der gepflasterten Straße im Nebel

Es ist ein langer Tag, und wir sind spät dran. Zwei von uns fahren vor und sagen auf der Hütte Bescheid, dass wir noch kommen. Dann rollen wir wieder ein Stück hinunter, damit wir das letzte Stück gemeinsam fahren können, und helfen beim Gepäck.

Dann sind wir oben. Alle vier. Ich bin sehr glücklich, dass die ganze Gruppe es bis zur Edelweißhütte geschafft hat. Auf der Hütte sind sie unglaublich freundlich und verlängern extra für uns das Abendessen. Und ich hoffe sehr, dass die drei auch nach dieser Tour, die ich für uns geplant habe, noch meine Freunde sind.

Gravelbike am Schild „Edelweißspitze Parkplatz, 2571 m“

Die Edelweißhütte am Felsen über einem Wolkenmeer

Holzfassade der Edelweißhütte mit grünen Fensterläden

Tag 4: Edelweißspitze – Salzburg, Beine leer, Herz voll

Was für ein Morgen. Wir wachen hoch oben auf der Edelweißspitze auf, und der Nebel ist weg. Jetzt sehen wir endlich, wo wir gestern hochgefahren sind: die Serpentinen der Hochalpenstraße, die Gipfel ringsum, ein paar Wolken, die noch an den Bergen hängen.

Die Edelweißhütte im ersten Morgenlicht über den Wolken

Carla mit rotem Helm vor den Kehren der Hochalpenstraße

Gepflasterte Kehre mit Holzgeländer, dahinter Wolken über den Gipfeln

Und dann kommt die Belohnung: die Abfahrt über die Hochalpenstraße. Bergab macht sie auf jeden Fall auch Spaß. Am frühen Morgen ist auf dem Weg Richtung Bruck auch noch wenig Verkehr. Zu anderen Tageszeiten sieht das anders aus, wenn sich Busse, Camper, Autos und Motorräder ins Geschehen einmischen.

Gravelbike am Schild „Kehre 3 Edelweissgrat, 2503 m“

Der Rest des Tages führt uns zurück nach Salzburg, mit Gummibärchen und Sandwiches als Treibstoff. Von dort bringt uns der Zug wieder nach Hause. Die Beine sind leer, das Herz ist voll.

Proviant auf dem Asphalt: Gummibärchen, Sandwich, Banane und eine Dose Almdudler

Türkisfarbener Fluss zwischen Wald, dahinter ein Bergmassiv

Gut zu wissen

  • Anreise: Mit der Westbahn nach Salzburg und zurück, das hat für uns richtig gut funktioniert.
  • Rad: Wir sind mit Gravelbikes gefahren, aber eher aus Bequemlichkeit: So konnten wir jeden Radweg nehmen, der uns gefallen hat. Echte Gravelabschnitte gibt es auf dieser Route keine.
  • Übernachtung: Haus Susanne in Radstadt, Landhotel Pacher in Obervellach und die Edelweißhütte direkt auf der Edelweißspitze (edelweissspitze.at).
  • Edelweißspitze: Die Stichstraße ist rund 1,4 km lang, durchgehend gepflastert und 10–14 % steil. Spar dir für das Ende des dritten Tages noch etwas Kraft auf.

Etappen & Unterkünfte

  1. Etappe 1

    Salzburg → Radstadt

    84 km · 1.320 hm

    • Asphalt 96 %
    • Gravel 1 %
    • Naturweg & Trail 1 %
    • Unbekannt 2 %

    Haus Susanne

    B&B · Radstadt

    Sehr schönes Frühstück mit frisch geschnittenem Obstsalat. Die Räder können auf den Balkon oder abgeschlossen hinter das Haus.

  2. Etappe 2

    Radstadt → Obervellach

    128 km · 2.050 hm

    • Asphalt 95 %
    • Gravel 4 %
    • Unbekannt 1 %

    Landhotel Pacher

    Hotel · Obervellach

    Ein ganz normales Hotel, alles gut. Eigener Fahrradraum, sehr sicher.

    • Sicherer Radraum
  3. Etappe 3

    Obervellach → Edelweißspitze

    77 km · 2.340 hm

    • Asphalt 95 %
    • Gravel 3 %
    • Unbekannt 2 %

    Edelweißhütte

    Hütte · Edelweißspitze

    Sehr freundlich: Weil wir spät dran waren, wurde das Abendessen extra für uns verlängert. Die Lage ist natürlich episch. Die Räder stehen sicher in der Garage, zusammen mit den Motorrädern.

    • Sicherer Radraum
  4. Etappe 4

    Edelweißspitze → Salzburg

    129 km · 500 hm

    • Asphalt 88 %
    • Gravel 11 %
    • Naturweg & Trail 1 %

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